Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft

Wenn du vermutest, dass du schwanger bist und einen Termin beim Gynäkologen vereinbart hast, solltest du im Idealfall einige Notizen machen, da er nach bestimmten Dingen fragen wird:

  • Datum der letzten Periode
  • Abstände zwischen den Perioden
  • Frühere Krankheiten oder Operationen
  • Vorhandensein von Mehrlingsgeburten in der Familie
  • Ob du als Kind an Röteln erkrankt bist oder dagegen geimpft wurdest

In einer risikofreien Schwangerschaft sind bis zur Geburt sieben Routineuntersuchungen vorgesehen, die von deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin durchgeführt und von der Krankenkasse bezahlt werden (siehe weiter unten).

Die erste der sieben Vorsorgeuntersuchungen umfasst eine gründliche Anamnese, eine gynäkologische Untersuchung sowie eine Blutuntersuchung. Dabei werden Blutgruppe, Rhesusfaktor, HIV-Test und Toxoplasmose-Antikörper bestimmt, sowie das Vorliegen bestimmter Erkrankungen wie Hepatitis B und Geschlechtskrankheiten überprüft.

Bei den folgenden Terminen wird dein Arzt dich wiegen, deinen Blutdruck messen und eine Harnuntersuchung durchführen, um Nierenprobleme und Störungen im Zuckerstoffwechsel auszuschließen. Die Herztoene deines Babys und seine Lage werden bei jeder Untersuchung überprüft. Zwischen der 25. und 28. Schwangerschaftswoche wird ein Zuckerbelastungstest durchgeführt, um Schwangerschaftsdiabetes festzustellen.

Der erste Ultraschall findet normalerweise zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche statt und dient zur genauen Festlegung des Schwangerschaftsalters und des Geburtstermins. Es wird auch geprüft, ob sich das Kind altersgemäß entwickelt und ob die Kindsbewegungen normal sind. Der zweite Ultraschall erfolgt üblicherweise zwischen der 20. und 23. Schwangerschaftswoche und beinhaltet eine systematische Untersuchung verschiedener Organe und Strukturen des Babys sowie eine detaillierte Überprüfung des kindlichen Herzens (fetale Echokardiografie).

Die Ultraschalluntersuchungen sind für dich und dein Baby völlig ungefährlich und dienen der Kontrolle des Wachstums und der Lage des Babys. Sie sind nicht obligatorisch, und falls du sie nicht wünschst, kannst du dies mit deinem Arzt oder deiner Ärztin besprechen.

Was übernimmt die Krankenkasse?

In der Schweiz werden folgende Leistungen von der Grundversicherung abgedeckt:

  • Sieben vorgeschriebene Vorsorgeuntersuchungen
  • Zwei Ultraschalluntersuchungen, normalerweise in der 11.-14. und 20.-23. Schwangerschaftswoche
  • Die Entbindung im Krankenhaus oder Geburtshaus sowie Stillberatung oder Hebammenbesuche werden ebenfalls von der Krankenkasse übernommen. Es ist ratsam, die genauen Bedingungen bei deiner Krankenkasse zu erfragen.

Darüber hinaus beteiligen sich die Krankenkassen mit bis zu 150 Franken an Geburtsvorbereitungskursen sowie an Medikamenten, speziellen Behandlungen und Kompressionsstrümpfen, die von deinem Frauenarzt oder deiner Ärztin verschrieben werden.

Weitere Untersuchungen werden von den Krankenkassen nur bei sogenannten Risikoschwangerschaften übernommen, wenn spezielle Risiken oder Komplikationen auftreten.

Autorin

Refika Göç

Gründerin von Zemabell und zweifache Mami.

Das Thema Baby & Kind ist meine Leidenschaft.

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